Provence

Die Provence [pʁɔˈvɑ̃ːs] (okzitan. Provença, Prouvènço) ist eine Landschaft im Südosten von Frankreich. Sie liegt am Mittelmeer zwischen Rhonetal und Italien. Im Norden liegt die Landschaft Dauphiné in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Man unterscheidet des Öfteren zwischen der bevölkerungsarmen, aber landschaftlichen reizvollen Hoch- (Haute-Provence) und der bevölkerungsreichen Niederprovence (Basse-Provence), womit das südliche Rhônetal bis Valence, die Camargue und manchmal auch die Städte an der Côte d’Azur gemeint sind. Der Weinanbau profitiert vom warmen Mittelmeer-Klima sowie von der trocknenden Wirkung des Mistrals. Das Anbaugebiet der Côtes de Provence erstreckt sich über die Départements Bouches-du-Rhône, Var und Alpes-Maritimes. Eine deutlich größere Rebfläche besitzen die Côtes du Rhône, deren größter Teil in das Département Vaucluse fällt. Das Bindeglied zwischen beiden Gebieten bilden die Appellationen der Côtes du Luberon und Côtes du Ventoux. Die Rotweine sind kraftvoll und geschmeidig. Sie vertragen einige Jahre Lagerzeit, während die fruchtigen Rosé- und aromatischen Weißweine der Côtes du Provence jung getrunken werden sollten. Außerordentlich langlebig sind die Spitzenrotweine von Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Bandol und Palette.

Die Rotweine und Roséweine  werden aus mindestens zwei der Hauptsorten Cinsault, Grenache, Mourvèdre, Syrah und Tibouren hergestellt. Als Nebensorten sind Barbaroux, Cabernet Sauvignon (Anteil maximal 30 %), Calitor (hier auch pécoui touar genannt) und Carignan (Anteil max. 30 %) zugelassen.

Für den Weißwein sind die Rebsorten Clairette Blanche, Sémillon, Ugni Blanc und Vermentino (hier auch Rolle genannt) zugelassen.